Rebeca und Mauricio Wild

Ein kurzer Überblick:

Rebeca Wild war eine deutsche Pädagogin. Mit ihrem Ehemann Mauricio Wild gründete sie Ende der siebziger Jahre ein an die Pädagogik von Mario Montessori und das Enwicklungsmodel von Jean Piaget angelehntes Kindergarten-, Schul- und Fortbildungszentrum in Ecuador. Sie nannten es „Pesta“.

Die beiden gingen davon aus, dass jedes Kind von der Umgebung, in der es aufwächst, geprägt und geformt wird und es die Werte, die ihm vorgelebt werden, verinnerlicht. So erweiterten sie in ihrer Schule die von Maria Montessori entwickelte „vorbereitete Umgebung“ um Räume, in denen Kinder und Jugendliche ihren Bedürfnissen nach freier Bewegung, nach konkreten Erfahrungen mit unstrukturierten Materialien oder auch nach Gesprächen untereinander nachgehen konnten. Kindern wird dadurch ermöglicht, sich ihren Bedürfnissen entsprechend aktiv für eine Beschäftigung oder Arbeit zu entscheiden.

Gestützt auf den Erkenntnissen des Biologen Humberto Maturana, nannten Rebeca und Mauricio Wild die Grundrichtung ihrer Pädagogik „Lebensprozesse respektieren“.

Wer mehr zu den reformpädagogischen Ansätzen der Wild´s erfahren möchte, dem legen wir die von Rebeca Wild geschriebenen Bücher ans Herz. Sie war nämlich nicht nur eine innovative Pädagogin, sondern auch eine wunderbare Autorin.

Videomaterial gibt es leider nur sehr wenig zu den beiden, dafür allerdings ein schönes Video von Schulabgängern einer freien Schule, welche auf den Grundlagen von Maria Montessori, Mauricio und Rebecca Wild, der Sudbury Valley School und den neurologischen Erkenntnissen von Gerald Hüther basiert und einen respektvollen, non-direktiven Lern- und Lebensort zeigt. Gerne verlinken wir dieses mit diesem Beitrag.

Zum Abschluss noch ein paar Worte von Rebeca Wild:

„Die harmonische Entfaltung von Kindern ist ein natürlicher und darum langsamer Prozess. Unsere Aufgabe ist es, die rechten Bedingungen dafür zu schaffen, aber nicht den Prozess zu beschleunigen. Bringen wir es als Erwachsene fertig, diese inneren Prozesse nicht durch Ungeduld zu stören, sondern ihnen die nötigen Nährstoffe zu liefern, so lernt das Kind, auf eigenen Füßen zu stehen und nicht sein ganzes Leben lang von äußerer Führung abhängig zu sein.“

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